| Was | Doppelkonzert unter Sternen: Ian Fisher & The Present und Lasse Matthiessen
Do 30.05. | 20:00 | Hauptschulhof | Eintritt: freiwillige Spenden
Das
Heranwachsen am Fluss, das Leben auf der Straße… Die Frage, wer oder
was Ian Fisher & The Present sind, ist nicht zu beantworten, ohne
auch nach dem Wann und dem Wo zu fragen. Dieses globetrottende
Folk/Americana-Duo von den Ufern des Mississippi liefert keine einfache
Antwort: St. Louis, Wien, New York, Berlin waren bis jetzt die Stationen
des zugegebenermaßen ruhelosen Lebens Ian Fishers. Dem Archetyp des
umherziehenden Musikers entsprechend haben sich Ian Fisher & The
Present in den USA und Europa bereits den Ruf einer Vorzeigeband des
internationalen Folk Revivals erarbeitet. Fishers bemerkenswert offene
Texte und eindringliche Stimme sind gemeinsam mit The Presents (Ryan
Thomas Carpenter) Harmonien und Soul auch live mittlerweile mehr als ein
Geheimtipp.
Lasse
Matthiessen, Sohn eines Kopenhagener Jazz-Pianisten und Produzenten,
dessen Leidenschaft zur Musik er offensichtlich erbte, machte bereits
als kleiner Junge Bekanntschaft mit Größen wie John Scofield und Miles
Davis. Trotz seiner urspünglich angestrebten Karriere als Jazzmusiker
sind sich die Kritiker einig, aus den Kompositionen seiner beiden Alben
„Straydog“ und „Dead Man Waltz“ eher den Einfluss von Nick Drake, Bon
Iver, Leonhard Cohen oder Bob Dylan herauszuhören.
Seine
Musik lebt von scheinbarer Einfachheit: Eine hohe, ruhige Stimme,
geradlinige, meist akustische Arrangements und bruchlose, harmonische
Melodien.
Bei
einem Wohnzimmerkonzert der beiden in Berlin im Sommer 2011 entstand
schließlich die Idee gemeinsame Songs aufzunehmen, die ein Jahr später
auf dem Album "Carry Me Down" veröffentlicht werden sollten. "Carry me
Down" entstand in einer kleinen Hütte an der Südküste Norwegens, der
perfekte Ort, um ein derart intimes, leises und sehr ehrliches Album
aufzunehmen. Lasse Matthiessen (DK), Ian Fisher (US) und Halla Nördfjörd
(Island – diesmal leider nicht mit dabei) besingen darauf Winter, Tod
und zerbrochene Liebe gleichermaßen, wie die Intensität eines
gemeinsamen Besäufnisses. |